Fest und variabel verzinsliche Anleihen

Fest und variabel verzinsliche Anleihen, gehören zu einer der beliebtesten Formen der Geldanlage für kleinere Anleger und Privatpersonen. Dies nicht ohne Grund. Anleihen eignen sich besonders für Anleger, die ihr Vermögen über eine mittelfristige oder längere Zeit anlegen möchten. Unter Anleihen versteht man, dass der Anleger einem Unternehmen Geld leiht, welches mittels eines Schuldscheins belegt wird.

Diese Anleihen können von Unternehmen oder vom Staat stammen. Das geliehene Geld benutzen diese als Finanzierungsquelle. Der Anleger erhält dafür Zinsen und sein Kapital zu 100% zurück. Ein Risiko bleibt dabei für den Anleger bestehen. Falls das Unternehmen nicht mehr zahlungsfähig sein sollte, verliert der Anleger sein investiertes Kapital. Für die Anleihen Nehmer, also die Emittenten, hat eine Anleihe einen Vorteil zum Bankkredit. Er erhält eine Finanzquelle, ohne irgendwelche Sicherheiten bieten zu müssen. Anders als Aktien, werden Anleihen nicht in Euro, sondern in Prozent gehandelt. Als Anleger kauft man also keine Stückzahl, sondern immer einen Prozentanteil des aktuellen Kurses.

Unterschied von variablen und verzinslichen Anleihen

Wenn Anleihen abgeschlossen werden, ist von Beginn an festgelegt, um welche Art von Verzinsung es sich handelt. Fest verzinsliche Anleihen, erhalten von Laufzeitbeginn bis Ende einen festen Zinsbetrag. Anleihen, die variabel verzinst werden, werden regelmäßig angepasst an das neue Zinsniveau. Sie sind an einem Referenzzinssatz gebunden.

Hier ein kleines Beispiel zu variabel verzinslichen Anleihen: Wenn ein Unternehmen Geld geliehen bekommt, kann dafür ein Referenzzinssatz von Plus 3% vereinbart werden. Das heißt, dass das Unternehmen Zinsen bezahlen müsste, die 3% über dem Referenzsatz liegen. Sollte also der Referenzsatz steigen, steigen auch automatisch die Kosten des Kredits.

Der Anleger erhält diese Schuldpapiere in Form von Kupons. Diese werden in regelmäßigen Abständen ausbezahlt.

Warum gibt es Anleihen?

Anleihen werden von den Herausgebern als Finanzierungsmittel genutzt. Der Anleger erhält beim Kauf keinen Anteil am Unternehmen. Bei Aktien ist dies der Fall. Der Anleger gewährt sozusagen einem Unternehmen oder Staat einen Kredit. Dabei kann es sich um nationale oder internationale Investitionen handeln. Wie bereits oben beschrieben ist es für den Kreditnehmer ein Vorteil, da er keine zusätzlichen Sicherheiten bieten muss.

Wo erhält man Anleihen und wo wird mit ihnen gehandelt?

Anleger können Anleihen an der Börse kaufen und verkaufen. Dies ist jedoch in vielen Ländern keine Pflicht. Alternativ dazu können Anleger auch auf Internetplattformen ihre Anleihen erwerben.

Welche Nebenkosten haben Anleihen?

Falls man sich für Anleihen im Ausland entscheidet, sollte man den Wechselkurs nicht vergessen bei Fremdwährungen. Es müssen neben den Steuern für Zinserträge auch Depotkosten für den Besitz eines Wertpapierkontos bezahlt werden. In der Regel verlangen Kreditinstitute eine Gebühr für den Verkauf und Kauf von Anleihen. Auch sollte darauf geachtet werden, dass einige Banken, Anleihen nur zu einer Mindeststückelung abgeben.

Wie verändern sich Anleihen bei fallenden, gleichbleibenden oder steigenden Zinsniveau?

  • Fallendes Zinsniveau

Wenn vom Anleger ein fester Zinssatz vereinbart wurde, kann ein Gewinn verzeichnet werden bei einem fallenden Zinsniveau. Da bei einem variablen Zins der Zinssatz regelmäßig angepasst wird, wird der Wert des Kupons bei fallendem Zinssatz auch verringert.

  • Gleichbleibendes Zinsniveau

Solange das Unternehmen oder der Anleihen Nehmer eine stabile Bonität hat, wird sich die Anleihe bei gleichbleibendem Kurs vom Wert her nicht verändern.

  • Steigendes Zinsniveau

In diesem Fall ist es genau umgekehrt. Bei variabel verzinsten Anleihen steigt das Zinsniveau, da es regelmäßig auch nach oben hin angepasst wird. Die Kurse der am Markt bestehenden Anleihe reduzieren sich.

Welche Vorteile bieten Anleihen?

– Wenn sich der Anleger für eine fest verzinste Anlage entscheidet, kann er während der gesamten Laufzeit mit einem festen Zins rechnen.
– Sollte sich der Anleger für einende variabel verzinste Anlage entscheiden, ist die Zinshöhe vom Referenzzinssatz abhängig. Diese wirkt sich bei einem steigenden Zinsniveau positiv auf den Zinssatz aus.
– Der Anleger kann mit einer Rückzahlung von 100% am Ende der vereinbarten Laufzeit rechnen.

Welche Risiken hat der Anleger bei Anleihen?

– Aufgrund der Schwankungen beim Kurs kann es bei einem früheren Verkauf der Anleihen zu Verlusten des Kapitals kommen.
– Die Rückzahlung muss durch die Institution erfolgen, welches die Anleihen in Anspruch genommen hat. Dabei trägt der Anleger das Risiko.
– Bei einer Zahlungsunfähigkeit (zum Beispiel durch eine Insolvenz), besteht für den Anleger das Risiko, sein angelegtes Vermögen zu verlieren. Die Anleihen sind nicht durch ein Einlagensicherungssystem geschützt.

Fazit

Dem Anleger sollte beim Kauf von Anleihen bewusst sein, dass das Geld welches er investiert nicht geschützt ist. Bei einer Investition in Fonds zählt das eingezahlte Geld als Sondervermögen. Das ist bei Anleihen nicht der Fall. Sie zählen zur Konkursmasse eines Unternehmens mit dazu. Deshalb gilt, je sicherer ein Unternehmen oder ein Staat finanziell aufgestellt ist, desto sicherer sind die Anleihen des Anlegers. Anleihen eignen sich besonders als langfristige Anlage, da ein frühzeitiger Verkauf einen Verlust des Vermögens mit sich bringen könnte. Es könnte außerdem schwierig werden, diese vorzeitig zu verkaufen. Mit dem größten Teil wird nur am Anfang aktiv gehandelt.

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